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Tausend Würstchen und ein Silvester Brauch

Hot Spot Hamburg e.V.

Ihr Lieben,
unser gemeinnütziger Amateurtheaterverein HOT SPOT Hamburg e.V.  ist seit 2016 in Groß Borstel ansässig. Wir zeichnen uns dadurch aus, dass wir etwas andere Stücke auf die Bühne bringen. Und wir möchten mit den geplanten Grillabenden und den Aufführungen die Gemeinschaft innerhalb des Stadtteils Groß Borstel stärken.

Tausend Würstchen und ein Silvesterbrauch


An einem Hochsommertag inmitten der Hamburger Großstadt zeigte ein
Thermometer faul in einem Arbeitszimmer hängend 34° C an. Der
schwitzende Mann klappte den Laptop zu.
So, erst einmal eine kleine Pause vor dem nächsten Meeting, dachte
dieser, während er mit seinem T-Shirt-Ärmel den Schweiß von der Stirn
wischte.
„Ach, menno!“, murmelte der 47-Jährige leise vor sich hin, „Home Office
… schön und gut, doch bei den Temperaturen vermisse ich echt mein
klimatisiertes Büro.“
„…….procedure as last year, Miss Sophie?“
„The same procedure as every year, James.“
„Was?“ Ungläubig ging er den Flur entlang und schaute ins Wohnzimmer.
Dort sah er tatsächlich seine Frau im Sommerkleidchen auf dem Boden
vor dem Fernseher sitzen und „Dinner for One“ schauen.
IM HOCHSOMMER ?!? Bei 34° C in der Wohnung?
Der Mann lehnte sich an den Türrahmen und beobachtete seine geliebte
Frau. Ihr Softgetränk stand unbeachtet samt schmelzenden Eiswürfeln
auf dem Couchtisch, wobei selbst das Glas bei der Affenhitze einen
Schwitzrand auf dem Holz hinterließ.
Plötzlich fiel ihm auf, dass seine Ehefrau neben der Blu-Ray-
Fernbedienung zudem ein kleines Notizbuch vor sich liegen hatte. Sie
hatte bis dato seine Anwesenheit nicht bemerkt und schaute sich äußerst
konzentriert zwei oder drei Minuten des Sketches an. Dann stoppte sie
das Video, notierte sich etwas, schaute danach weiter, stoppte erneut,
nur um abermals eine Notiz zu verfassen. Dieser Vorgang wiederholte
sich weiterhin.
„Sag mal, …“, begann er.
Seine Frau zuckte dermaßen zusammen, sodass ihr Stift in einem hohen
Bogen durch das Wohnzimmer flog.
„Musst Du mich so erschrecken?“
Sie krabbelte auf allen vieren zum Balkonfenster und angelte nach ihrem
Stift, der zwischen Heizung und Fenster festhängend auf seine Rettung
wartete.
„Entschuldige!“ Er grinste mit gespielter Unschuldsmiene. „Darf man mal
fragen, was Du da machst? Wir haben Hochsommer! Vermisst Du den
Winter so sehr oder dachtest Du, Dir wird kühler, wenn Du „Dinner for
One“ schaust?“
Seine Frau grinste ihn an, was ihr Grübchen am Kinn zum Vorschein
brachte.
„Quatsch! Das mache ich für die Bühne.“
Ihr Mann starrte sie verständnislos an, jedoch sprühten ihre Augen
unbeirrt vor Freude.
„Nun, ich erkläre es dir! Wir, also genauer unser Ensemble des
Amateurtheaters HOT SPOT Hamburg e.V., möchten in der Adventszeit
2024 die Anwohnerinnen und Anwohner von Groß Borstel mindestens zu
einem Abend einladen. Bei dieser Veranstaltung wollen wir ihnen gegrillte
Würstchen anbieten, Glühwein trinken und dabei ausführlich plauschen.
Und ihnen zeigen das eine kleine Amateurbühne auch richtig was drauf
hat. Und als Höhepunkt des Events wird kein Geringerer als wir „Dinner
for One“ auf der Bühne aufführen! Und das Ganze soll den Besucherinnen
und Besucher nicht das geringste Kosten.“
„Wow, was für ein ambitioniertes Ziel! Also, habe ich das jetzt richtig
verstanden? Ihr wollt mit Euren Nachbarinnen und Nachbarn zum
Würstchen essen zusammen kommen, um die Gemeinschaft zu stärken?
Und Euer kulturelles Arrangement darbringen. Eine tolle Idee! Moment,
äh, wie viele Würstchen braucht ihr denn dann?“
„Na ja, ich denke schon, so tausend Stück.“
„Bitte?“
„Na ja, wir bräuchten da schon noch etwas finanzielle Unterstützung!
Zudem wollen wir das Ganze auch beim „lebendigen Adventskalender“ in
Volksdorf anbieten. Wir sind aber noch nicht ganz so sicher, ob das
klappt.“
„Super, jedes Jahr macht Ihr etwas Neues. Eure kleine Bühne mausert
sich echt ganz schön.“
„Klar. Du weißt doch:
„Das habe ich noch nie versucht.
Also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.“
Das hat einst schon eine kleine Abenteurerin gesagt.“
Ihr Ehemann starrte sie verwirrt an.
„Das ist ein Zitat von Pippi Langstrumpf.“


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