Rikscha Luise

Kategorie: Gesellschaft & Soziales

„Rikscha Luise“ wird als Projekt des Quartiersbüros martini·erleben getragen von einer Gruppe von
etwa 15 ehrenamtlichen Radfahrer*innen, auch Piloten genannt.

Die E-Rikscha ist speziell für die Belange von älteren Menschen ausgerichtet und hat ihren
Garagenplatz in der Martinistraße, von wo aus sie wöchentlich mit bis zu 14 Fahrten im Dauereinsatz
ist. Das Quartiersbüro martini·erleben koordiniert die Ausfahrten mit sechs Eppendorfer Senioren und Pflegeeinrichtungen. Die Pilot*innen holen die Passagiere direkt an den Einrichtungen ab und
radeln die hochbetagten Bewohner*innen in die nähere Umgebung und über den Stadtteil hinaus um
die Alster, in den Stadtpark, zum Rathaus und sogar bis an die Elbe und zurück.

Für die Passagiere und ihre Begleiter sind die Ausfahrten kostenfrei. Von Mai bis Oktober 2021 wurden bei rund 250 Ausfahrten (fast immer mit 2 Passagieren an Bord) mehr als 2500 km gefahren. Seit Mai 2022 ist die Rikscha wieder aus dem wetterbedingten Winterschlaf geholt und schenkt den Bewohner*innen aus Eppendorfer Senioren- und Pflegeeinrichtungen die ersten hautnahen Frühlingseindrücke.

Die Gruppe der ehrenamtlichen Pilot*innen stammt zum größten Teil ebenfalls aus Eppendorf und
Umgebung.

Weitere Infos unter: (294) Rikscha Luise – volle Fahrt voraus in jedem Lebensalter! – YouTube und Rikscha – martini⋅erleben | Quartiersnetzwerk (martinierleben.de)

Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt im Stifte-Quartier rund um die Martinistraße und
strahlt von hier aus in den Stadtteil Eppendorf und in die ganze Stadt Hamburg, da mit der Rikscha
und deren Beschriftung bei allen Ausfahrten eine große Sichtbarkeit erreicht wird.

Die Bewegung „Radeln ohne Alter“ stammt aus Dänemark und hat sich mittlerweile über viele
europäische Länder bis nach Nordamerika und nach Neuseeland verbreitet. Weltweit sorgen viele
Freiwillige dafür, dass Menschen aus Senioren- und Pflegeeinrichtungen, auf einer Rikscha frische
Luft und Gemeinschaft genießen und wieder aktiver Teil der Gesellschaft sein können. In Eppendorf
gab es „Radeln ohne Alter“ noch nicht. Das wollte das Quartiersbüro martini·erleben ändern und
schaffte mit Hilfe von Spenden und finanzieller Unterstützung vom Bezirk Hamburg-Nord für unseren Stadtteil eine erste Rikscha an.

Im Stadtteil gab es bereits eine gut funktionierende Zusammenarbeit von Alten- und Pflegeeinrichtungen und damit viele potenzielle Fahrgäste.
Die weltweiten Vorbilder, die Aussicht auf frühlingsumwehte Ausfahrten auf einem technisch
hochkarätigen Fahrrad sowie der feste Wunsch jedes begeisterten Radlers, seine Freude an dieser
nachhaltigen, umweltnahen Fortbewegungsmethode auch mit anderen zu teilen, waren vermutlich
die Anfangsmotivation.

Die anhaltende Motivation für das ehrenamtliche Engagement unserer Gruppe aus Pilot*innen
schöpft sich zweifelsohne aus den bewegenden Momenten, die eine jede Ausfahrt darstellt.
Eine Rikscha-Fahrt ist ein Erlebnis, bei dem Eindrücke der Fahrt ebenso geteilt werden wie
Lebensgeschichten.

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