Paulinchen e.V.

Paulinchen wurde 1993 von zwei Familien gegründet, die die langjährigen und schmerzhaften Folgen eines Verbrennung-/Verbrühungsunfalls ihrer Kinder selbst erleben mussten. Jedes Jahr werden in Deutschland ca. 30.000 Kinder wegen Verbrennungen und Verbrühungen ärztlich behandelt. Knapp 6.000 Kinder und Jugendliche sind so schwer verletzt, dass sie stationär verbleiben müssen. Ein derartiger Unfall ändert das Leben der ganzen Familie schlagartig, denn die Narben einer Brandverletzung bleiben auf der Haut und auf der Seele.

Paulinchen begleitet die Familien bei dem langen Rehabilitationsprozess, vernetzt brandverletzte Kinder und ihre Eltern miteinander und gibt Ihnen Mut, Rat und Trost. Durch ein großes Kompetenznetzwerk aus Ärzten*innen, Therapeuten*innen, Psychologen*innen

können alle Fragen rund um die thermische Verletzung beantwortet werden. Die kostenfreie Paulinchen-Beratungshotline steht den Familien sieben Tage die Woche zur Verfügung und wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern*innen betreut. Ziel ist es, für jedes brandverletzte Kind individuell die bestmögliche Versorgung zu erreichen.

Gleichzeitig kooperieren wir mit vielen Feuerwehren deutschlandweit, um auf die Unfallgefahren aufmerksam zu machen und Kinder und Jugendliche vor den Unfällen zu schützen. Zu diesem Zweck bietet Paulinchen kostenfreies Infomaterial an und macht jährlich am 7. Dezember zum „Tag des brandverletzten Kindes“ auf die Thematik aufmerksam.

Die meisten Unfälle passieren im häuslichen Umfeld, beispielsweise durch das herabhängende Kabel vom Wasserkocher, an dem sich die Kleinkinder hochziehen, durch eine heiße Tasse Tee, durch das Berühren einer heißen Herdplatte oder durch den Einsatz von Spiritus zum Anzünden des Grills. Ziel von Paulinchen ist es, die Unfallzahlen durch Präventionsarbeit zu senken!