Leben im Abseits e. V.

Der Verein Leben im Abseits e. V. unterstützt Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben. Damit sind insbesondere Obdachlose, aber auch andere bedürftige Mitbürger*innen und Randgruppen in Hamburg Mitte gemeint.

Wir möchten Hemmschwellen und Berührungsängste im Umgang mit Hilfsbedürftigen abbauen und einen respektvollen Umgang mit ihnen fördern. Denn: Nichtbeachtung oder gar Verachtung, die die Menschen täglich erfahren, ist für sie meist noch schlimmer zu ertragen als die Obdachlosigkeit oder die soziale Notlage.

Um dieses Ziel zu erreichen, verrichten wir Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit. Durch Lesungen und Ausstellungen, Projektwochen an Schulen und Universitäten, Benefizveranstaltungen und den Einsatz von konventionellen und sozialen Medien rücken wir die oft übersehene Problematik der Armut und Obdachlosigkeit in den Mittelpunkt. Durch eine umfassende Aufklärung über Hintergründe, Ursachen, Folgen und Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation sensibilisieren wir Menschen für die Thematik.

Durch die Beteiligung am Arbeitskreis „Armut und Obdachlosigkeit in Hamburg Mitte“ und die enge Zusammenarbeit mit der Davidwache sind wir mit den unterschiedlichen Hilfsorganisationen stets im Austausch über die aktuellen Zustände sowie geplanten Veränderungen in Hamburg.

Susanne Groth hat im Jahr 2016 gemeinsam mit einem Fotografen den Bildband „ABSEITS – Vom Leben am Rande der Gesellschaft in Hamburgs Mitte“ erstellt. Er gibt Einblicke in die Lebenssituation und Bedürfnislagen von Betroffenen sowie in professionelle Hilfssysteme.

Mit Christian Eckhoff und Doris Glass hat Susanne Groth den Verein Leben im Abseits e. V. gegründet, dem sich weitere ehrenamtliche Mitarbeiter*innen angeschlossen haben. In unserer neuen Ausstellung „Schattenseiten in den Städten“ sind Fotografien von „Platten“, d.h. Schlafstätten obdachloser Menschen zu sehen. Die Bilder sind 2017 auf einer Deutschlandtour entstanden und zeigen das würdelose und gefährliche Leben auf der Straße.